Da rauscht das Herz. Was stärkt, was unterbricht,
was übertönt das Rauschen seines Ganges?
Oft war ein Frohes feindlich und ein Banges
war mehr als Beistand. Ach, wir wissen nicht.
Doch manchmal sind wir innen so im Recht,
daß wir Geschehn mit Dasein überwiegen,
und sind so voll, so von uns schwer, so echt,
daß sich die stummen Stützen biegen,
die mit uns wuchsen. Wirklichkeit des Seins.
Um des Geliebten, um der Leistung willen
erstehn wir seiend, seiender. Sind eins
mit der erlebten Erde. Und im Stillen
entströmt die Weite reinen Augenscheins
wie klarer Weltraum unsren Pupillen.
- Rainer Maria Rilke -