Samstag, 1. Juli 2017

es ist juni und man fragt sich...




es ist juni und man fragt sich, wie man im winter überhaupt existieren konnte
oder ob der winter nur ein traum war, den man langsam vergisst
aber unter dem schnee waren tatsächlich nicht nur steine
und sogar grün kroch aus knochigen ästen

nun steht man da im sommer, und mit seiner puren anwesenheit
verändert man selbst auch die landschaft

ich stehe im mohnfeld und frage mich, ob ich störe
das getreide reicht mir bis zur hüfte und hält nichts von selbstzweifeln
es ist wohl kein zufall gerade nicht jean-paul satre zu begegnen

gedanken sind zugvögel
die heimkehren und mitbringen
was immer sie auch erlebt haben

ich setze mich in den sommerabend
voller reflexion über das, was noch nicht gewesen ist

ich nehme deine hand, die nicht da ist
und erspüre die sonne


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