Sonntag, 12. Juli 2015

Zu beiden Händen







ZU BEIDEN HÄNDEN


Zu beiden Händen, da
wo die Sterne mir wuchsen, fern
allen Himmeln, nah
allen Himmeln:
Wie
wacht es sich da! Wie
tut sich die Welt uns auf, mitten
durch uns!


Du bist,
wo dein Aug ist, du bist
oben, bist
unten, ich
finde hinaus.


O diese wandernde leere
gastliche Mitte. Getrennt,
fall ich dir zu, fällst
du mir zu, einander
entfallen, sehn wir
hindurch:


Das
Selbe
hat uns
verloren, das
Selbe
hat uns
vergessen, das
Selbe
hat uns …


(Paul Celan)